Unser Plan für Niederalteich

Gemeindehaushalt mit Augenmaß

Ein stabiler Haushalt sichert Handlungsfähigkeit und das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Mit mir wird Niederalteich eine starke und unabhängige Kommune bleiben! Wir stehen vor finanziellen, bereits beschlossenen Herausforderungen. 

Niederalteich steht vor großen, aber notwendigen Investitionen: Die Erweiterung des Feuerwehrhauses und das neue Feuerwehrauto sichern unsere kommunale Einsatzbereitschaft und damit Menschenleben, Eigentum und Infrastruktur. Diese Ausgaben sind keine Luxusprojekte, sondern elementar für unsere Sicherheit.  Auch der Ausbau des Kindergartens ist eine Pflichtaufgabe – und zugleich eine Investition in beste frühkindliche Bildung, verlässliche Betreuung und Familienfreundlichkeit. Unsere Erzieherinnen und Erzieher leisten unverzichtbare Arbeit, die wir mit guten Rahmenbedingungen unterstützen müssen. Die Sanierung des Fassbodens ist eine enorme finanzielle Herausforderung, aber auch eine große Chance. Damit der Betrieb langfristig kostendeckend funktioniert, braucht es eine professionelle, neutrale Trägerschaft und ein realistisches wirtschaftliches Konzept – inklusive neuer Parkplätze. Auch die Donaufähre ist für Niederalteich identitätsstiftend und wichtig für Tourismus und Alltag. Eine neue Fähre kann nur mit umfangreichen Fördermitteln realisiert werden. Dafür werde ich meine berufliche Erfahrung und Kontakte gezielt einsetzen. 


Doch all das – Feuerwehr, Kindergarten, Fähre, Fassboden – zeigt eines: Wir brauchen eine ehrliche Bestandsaufnahme, eine echte Konsolidierung und einen klaren Kassensturz unseres Haushalts. Denn: Ein starker Haushalt bedeutet, dass wir uns Projekte leisten können – statt nur zu verwalten. Eine solide Finanzpolitik gibt uns Spielraum – für unsere Vereine, fürs Ehrenamt, für junge Familien und für unsere Senioren. Und Haushaltsklarheit heißt: Wir entscheiden selbst – und niemand entscheidet über uns. Haushaltskonsolidierung mag trocken klingen – aber in Wahrheit geht es um etwas sehr Lebendiges: Gestaltungsspielraum. Wer seine Finanzen im Griff hat, hat seine Zukunft im Griff. 

Hochwasserschutz und Entwicklungsperspektiven

Ich setze mich mit voller Kraft für den Hochwasserschutz in Niederalteich ein. Der Freistaat hat bereits rund 83 Mio. Euro in unsere Sicherheit investiert – und weitere Millionen werden folgen. Klar ist aber auch: Die Gemeinde muss 20 % der umlagefähigen Kosten tragen. Das entlastet uns zwar deutlich gegenüber den ursprünglich geforderten 50 %, bedeutet aber trotzdem eine erhebliche finanzielle Belastung für unseren Haushalt. Wie hoch der Eigenanteil am Ende sein wird, lässt sich heute seriös noch nicht beziffern. Mein Ziel bleibt: Ein fairer, tragfähiger und verlässlicher Hochwasserschutz, der unsere Gemeinde schützt und gleichzeitig finanzielle Stabilität sichert. 

 

Ein vollständiger Hochwasserschutz ist auch die Voraussetzung für echte Entwicklungsperspektiven: neue Wohngebiete, ein zukünftiges Gewerbegebiet und damit langfristiges Wachstum. Gerade bei Gewerbeflächen gilt: Sie rechnen sich erst nach 5–10 Jahren, da zunächst hohe Erschließungskosten anfallen. Die aktuellen Gewerbesteuereinnahmen zeigen deutlich, wie wichtig eine stärkere und stabilere Gewerbesteuerbasis für die Zukunft ist. Auch beim Wohnraum müssen wir handeln: Die Einkommensteuerumlage entwickelt sich positiv, doch ohne neue Wohnflächen – insbesondere für junge Familien – riskieren wir langfristige Einnahmeverluste. Neue Wohngebiete und eine aktive Innenentwicklung sind daher notwendig. Ich will hier Möglichmacher sein und persönlich auf Grundstückseigentümer zugehen. 

Verkehr, Wirtschaft, Infrastruktur und
Bildung

Beim Autobahnausbau ist für mich klar: Der Lärmschutz kommt – und zwar bis zum Abschluss der Maßnahme. Gleichzeitig setze ich mich gemeinsam mit Mathias Berger für den Kreisverkehr Kainzacker ein. Ein optimaler Anschluss stärkt die Verkehrssicherheit, verbessert die Erreichbarkeit und schafft Vorteile für unser Dorf wie auch für ein künftiges Gewerbegebiet.

Der Bildungsstandort Niederalteich ist ein echtes Pfund: Mit dem SGG, der Abt-Joscio-Grundschule, unseren Kindergärten – besonders dem katholischen Kindergarten –, der Landvolkshochschule, der KEB, dem Dictum und dem Tagungshaus St. Pirmin verfügen wir über eine außergewöhnliche Vielfalt an Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen. Das macht Niederalteich attraktiv für Familien, stärkt die Erwachsenenbildung und ist ein zentraler Standortfaktor. Als Gemeinde müssen wir gute Rahmenbedingungen schaffen, damit diese Einrichtungen nicht nur erhalten bleiben, sondern der gesamten Dorfgemeinschaft zugutekommen.

Auch beim Thema Digitalisierung sind wir gut unterwegs: Schnelles Internet ist heute in nahezu jedem Haushalt verfügbar – so, wie es die CSU Niederalteich gefordert hat: für alle, ohne Zusatzkosten. Das ist mehr als Komfort. Es schafft Voraussetzungen für Homeoffice, digitales Lernen, moderne Verwaltung und wirtschaftliche Entwicklung. Damit haben wir den Grundstein für die digitale Zukunft unseres Dorfes gelegt.

Ein verlässliches wirtschaftliches Umfeld ist mir wichtig. Unsere Unternehmer – ob groß oder klein – brauchen Perspektiven und Unterstützung. Das Kloster spielt dabei als größter Arbeitgeber eine zentrale Rolle. Eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Kloster ist deshalb unverzichtbar. Beide Seiten profitieren voneinander – und gemeinsam können wir den Standort weiter stärken.

Moderne Technik kann uns im Alltag viel Arbeit ersparen. Mit digitalen Wasserzählern etwa lassen sich Ablesungen automatisieren, Fehler früh erkennen und Schäden vermeiden. Das schafft Effizienz, spart Zeit und senkt Kosten – für Verwaltung und Bürger gleichermaßen. Deshalb setze ich mich für einen flächendeckenden Einsatz digitaler Ablesesysteme in Niederalteich ein.

Heimat, Tourismus und Naturschutz

Niederalteich ist ein starker Tourismus- und Heimatort – und diese Identität wollen wir aktiv pflegen. Die Donaufähre spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie verbindet Menschen, schafft touristische Impulse und stärkt unsere Lebensqualität. Deshalb werde ich mich persönlich für ihren Erhalt einsetzen und alle verfügbaren Fördermöglichkeiten ausschöpfen.

Unser Ziel ist es, dass Radfahrer nicht einfach vorbeifahren, sondern unser Dorf bewusst erleben: Kneippanlage, Streuobstwiesen, Donauufer, Anger, Luberweiher und – hoffentlich bald wieder – der Klosterhof mit Biergarten sollen stärker in den Fokus rücken.

Eine zusätzliche Chance könnte darin liegen, Donaukreuzfahrten besser für Niederalteich zu nutzen. Unser Anleger wäre vorhanden – entscheidend ist, alles naturverträglich und im Einklang mit dem Donauufer zu gestalten. Ein jährliches Fährfest könnte Touristen und Dorfbewohner zusammenbringen. Wichtig bleibt: Entscheidungen werden nicht von oben getroffen, sondern gemeinsam entwickelt und diskutiert.

Naturschutz und eine naturnahe Gestaltung sind Grundpfeiler unserer Dorfentwicklung – wichtig für Erholung, Artenvielfalt und für das besondere Lebensgefühl in Niederalteich. Unsere Heimat wird geprägt vom Kloster, der beeindruckenden Basilika und der engen Partnerschaft zwischen Gemeinde, Kloster und Pfarrei. Doch ebenso gehören dazu unsere Bücherei, das Museum, Begegnungsorte wie Donaukreuz und Anger-Spielplatz sowie das Hospiz, das seit zehn Jahren Menschen würdevoll begleitet. Auch unser Recyclinghof ist mehr als nur eine Entsorgungsstelle – er ist sozialer Treffpunkt und ein wichtiger Beitrag zu Umwelt- und Gemeindeleben. Sein Erhalt ist mir ein großes Anliegen.

Ein Dorf für alle Generationen

Ich möchte das gemeinschaftliche Leben in Niederalteich über alle Generationen hinweg stärken – von den Kleinsten im Kindergarten bis hin zu Angeboten wie Senioren-WGs oder Mehrgenerationenhäusern. Als Caritasvorsitzender habe ich dazu bereits Impulse an Bürgermeister und Gemeinderat gegeben und werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass solche Projekte Wirklichkeit werden.

Die Seniorenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Dorflebens. Die Ortscaritas leistet hier bereits Großartiges. Als Bürgermeister möchte ich diese Arbeit noch stärker unterstützen und ausbauen, damit ältere Menschen in Niederalteich gut betreut, sozial eingebunden und wertgeschätzt bleiben.

Ein großer Dank gilt unseren Lebensmittelhändlern – Edeka Hartmannsgruber, Metzgerei Kremhöller, Bäckerei Greipl und der Biogärtnerei Haushofer. Sie sichern die Nahversorgung und tragen dazu bei, dass unser Dorf lebendig bleibt. Für eine Gemeinde mit rund 1.850 Einwohnern ist diese Vielfalt alles andere als selbstverständlich. Darauf können wir stolz sein.

Ehrenamt, Jugend, Gemeinschaft und
Kultur

Ich komme aus dem Ehrenamt – und ich bin stolz darauf. Wenn manche fragen, ob dafür als Bürgermeister genug Zeit bleibt, lautet meine klare Antwort: Ja. Nähe zu den Menschen, Unterstützung für diejenigen, die sich engagieren, und Einsatz für das Gemeinwohl sind die Hauptaufgaben eines Bürgermeisters in Niederalteich.

Ein Schwerpunkt soll die Jugendarbeit im Jugendhaus sein. Ich möchte dieses wichtige Projekt langfristig stärken, damit unsere Jugendlichen einen Raum haben, in dem sie sich entfalten, engagieren und wohlfühlen können.

Ein weiteres Ziel ist die Einführung eines jährlichen Ehrenamtsabends. Menschen, die sich über Jahre für Sport, Vereine, Kultur, Feuerwehr, Seniorenarbeit oder andere Bereiche einsetzen, sollen sichtbar gewürdigt werden. Erfolgreiche Modelle aus Hengersberg, Lalling oder Bernried können als Vorbild dienen – angepasst an unsere Gegebenheiten. Die CSU hat bereits gehandelt: Der Antrag stand im Dezember auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Alles andere als eine breite Zustimmung wäre ein fatales Signal für das Ehrenamt gewesen.

Sport ist ein tragender Teil unseres Dorflebens. Unser Sportzentrum zeigt, wie vielfältig Ehrenamt in Niederalteich ist – Fußball, Tennis, Schützen, Eisstock, Fanclubs. Auch wenn ich selbst eher humorvoll „dem Ball ähnlicher bin als einem Spieler“, weiß ich, wie wichtig dieses Engagement ist. Besonders stolz bin ich auf unsere SpVgg, die ehrenamtlich geführt wird und in der Bezirksliga ein starkes Zeichen setzt.

Neue Bürgerinnen und Bürger sollen von Beginn an willkommen geheißen und in die Dorfgemeinschaft integriert werden. So bleibt Niederalteich lebendig und verbunden.

Der Fassboden soll ein gemeinsames Projekt für alle sein: ein Ort für Musik, Kunst, Kabarett, Hochzeiten, Vereinsfeiern, Weihnachtsfeiern und Firmenveranstaltungen – ein kultureller Mittelpunkt unseres Dorfes. Auch die Wiederbelebung des Klosterhofs wäre ein starkes Signal für unsere Dorfmitte: Ein funktionierendes Wirtshaus stärkt Gemeinschaft, belebt das Zentrum und schafft Begegnungsräume für Jung und Alt.

Rathaus und Verwaltung als Dienstleister

Ich möchte für Niederalteich eine moderne Gemeinde-Heimat-App einführen – ein echtes digitales Rathaus vom Kanapee aus, das einen spürbaren Mehrwert für alle Bürgerinnen und Bürger bietet. Der große Vorteil ist die Tagesaktualität: Wichtige Informationen müssen nicht mehr auf Webseiten gesucht oder auf Papier verteilt werden, sondern kommen direkt auf das Smartphone – wie eine digitale Gemeindezeitung, in der Vereine, Betriebe, Institutionen und die Gemeinde selbst Inhalte veröffentlichen können. Die App funktioniert technisch unkompliziert: Die Verwaltung kann Zugriffsrechte vergeben, sodass Vereine Veranstaltungen selbst eintragen, Betriebe Neuigkeiten melden und Einrichtungen wie Feuerwehr oder Schule kurzfristige Informationen einstellen können. Push-Benachrichtigungen sorgen dafür, dass alle Bürger im Alltag wie im Ernstfall – etwa bei Hochwasser – schnell, zuverlässig und barrierearm informiert werden. 

Ein großer zusätzlicher Nutzen entsteht durch den Einsatz von KI. Bürger können direkt Fragen zu Satzungen, Verordnungen oder Beschlüssen stellen. Die KI durchsucht die öffentlichen Dokumente der Gemeinde und liefert klare, verständliche Antworten – ohne Datenspeicherung persönlicher Informationen. So wird die App zu einem echten Service-Werkzeug. Auch für die Verwaltung bringt das Vorteile: Viele Abläufe können digitalisiert, Arbeitsschritte reduziert und Wochenstunden pro Monat eingespart werden. Das schafft Freiräume für inhaltliche Arbeit. Formulare, Terminvereinbarungen oder Meldungen lassen sich direkt über die App erledigen. 


Gleichzeitig bleibt klar: Wer kein Smartphone besitzt oder Formulare lieber auf Papier ausfüllt, soll das weiterhin tun können. Und jeder, der Unterstützung beim Einrichten und Nutzen der App braucht, bekommt diese – darauf gebe ich als Bürgermeister mein persönliches Versprechen. In anderen Gemeinden nutzen übrigens auch viele Seniorinnen und Senioren die App – teils bis ins hohe Alter von über 90 Jahren. 

Mir ist wichtig, dass wir ein Rathaus haben, das bürgernah, transparent und modern arbeitet. Ich setze mich für ein papierloses Rathaus ein und für mehr Offenheit – dazu gehört auch, dass Gemeinderatsprotokolle veröffentlicht werden. Wir haben gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, im Bauhof und in den gemeindlichen Einrichtungen. Sie gilt es zu fördern, aber auch klar zu fordern. Dinge, die nicht funktionieren, müssen offen angesprochen und konsequent gelöst werden.